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Provicell - natürlich - wirksam - zellaktiv
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Welche Rolle spielen Naturstoffe bei Durchfallerkrankungen?

Naturstoffe und Durchfallerkrankungen

Anlässlich der aktuellen EHEC-Diskussion befasst sich dieser Newsletter mit den möglichen darmschützenden Eigenschaften von Mikro-/Makronährstoffen.

Aktueller EHEC-Erreger ist ein Hybridklon

EHEC (Entero-Hämorrhagische Escherichia Coli) sind seit vielen Jahren für mitunter schwer verlaufende Darmerkrankungen bekannt. Darunter auch der für die aktuelle Welle an EHEC-Infektionen verantwortliche Erreger USEC041 (0104:04). Es handelt sich nicht, wie zuvor vermutet, um einen neuen Erreger-Typ, sondern um einen Erregerstamm, der Eigenschaften unterschiedlicher Erreger vereint und dessen Referenzstamm bereits 2001 entschlüsselt wurde. Der aktuelle Ausbruchsstamm ist besonders unempfindlich gegenüber vielen Antibiotika und kann zu einer Schädigung der Nierenzellen führen, dem sog. HUS (Hämolytisch-urämischen Syndrom: 1

Neben dem EHEC-Erreger gibt es noch weitere krankmachende Escherichia Coli Stämme:

Pathogene E.-Coli-Stämme Beschreibung
EPEC (enteropathogene Escherichia coli) EPEC-Bakterien können bei Säuglingen zur sog. Säuglingsdiarrhö führen, die insb. in Entwicklungsländern einen großen Teil der Säuglingssterblichkeit ausmacht. In Deutschland tritt sie selten auf. EPEC-Bakterien besitzen auf ihrer Oberfläche den "EPEC-adhesion-factor", der es ihnen ermöglicht, sich an Zellen im Darm anzuheften und Giftstoffe förmlich in die Zellen zu injizieren.
EIEC (enteroinvasive Escherichia coli) geringe Stresstoleranz EIEC-Bakterien rufen wässrige bis blutig-schleimige Durchfälle mit begleitendem Fieber hervor. Die Bakterien können die Darmschleimhaut durchdringen und zu geschwürartigen Darmentzündungen führen.
ETEC (enterotoxische Escherichia coli) ETEC-Bakterien produzieren im Darm verschiedene Giftstoffe und bewirken dadurch massive wässrige Durchfälle. Zudem tragen sie sog. Kolonisationsfaktoren (CFA), mit denen sie sich an Zellen des Dünndarms anheften können. Somit können die Erreger der durchfallbedingten verstärkten Darmperistaltik besser standhalten. ETEC-Bakterien sind oft die Ursache von Reisedurchfall (Reisediarrhö).
EHEC (enterohämorrhagische Escherichia coli) EHEC-Bakterien führen zu wässrigen bis blutigen Durchfällen (hämorrhagische Kolitis) und vor allem bei Kleinkindern häufig zum hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), einer lebensbedrohlichen Komplikation, die mit einer Blutarmut, einer Blutgerinnungsstörung und akutem Nierenversagen einhergeht. EHEC-Bakterien geben Giftstoffe ab (sog. Shigatoxine), die zu den eigentlichen Beschwerden führen. Um nicht über die Durchfälle ausgeschieden zu werden, vermögen die Bakterien die Schleimhautzellen des Darms für ihre Zwecke umzubauen: Über verschiedene Signalmoleküle bewirken EHEC-Bakterien, dass die Schleimhautzellen regelrechte Podeste ausbilden, an denen sich die Keime fest verankern können.
EAEC (enteroaggregative Escherichia coli) I EAEC-Bakterien führen häufig zu akuten und chronischen schleimigen Durchfällen. Über einen speziellen Mechanismus heften sich die Bakterien an die Dünndarmwand an und induzieren eine vermehrte Schleimbildung des Darms. Die EAEC-Bakterien lagern sich innerhalb dieser schützenden Schleimschicht zusammen (Aggregation), um der starken Darmperistaltik besser standzuhalten. Gleichzeitig geben sie einen Giftstoff ab, der die Durchfälle bewirkt.
Quelle: www.onmeda.de/lexika/krankheitserreger/a-z/escherichia-krankheiten-3356-2.html

Was tun bei Durchfallerkrankungen?

Zurzeit setzt die Schulmedizin beim aktuellen EHEC-Erreger auf die Therapie mit dem synthetischen Antikörper (Ezulizumab). Dieses Präparat wurde bisher erst in drei Fällen angewendet -vor einem Jahr, also weit vor der aktuellen EHEC-Epidemie. Alle drei HUS-Patienten, kleine Kinder, so Wissenschaftler der Universität Heidelberg, zeigten bereits 24 Stunden nach Verabreichen von Ezulizumab einen relativ stabilen Gesundheitszustand. Zuvor hatten sie im Koma gelegen. Blutwäsche und Plasmaaustausch hatten keine Besserung gebracht.2 In wie fern diese Therapie nachhaltige Erfolge auch bei diesem Erregerstamm zeigt, bleibt noch abzuwarten. Am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) kommt die Antikörper-Therapie zum Einsatz. Der tatsächliche Erfolg dieses Rettungsversuchs werde sich aber erst in drei bis vier Wochen zeigen, so der Nierenspezialist Professor Rolf Stahl.

Es gibt einige Naturstoffe, die sich in der Prävention bewährt haben:

1. Stärken des (darmassoziierten) Immunsystems einschließlich der Darmschleimhaut-Barriereschranke

  • Effektive Mikroorganismen
    Durch die kontinuierliche Einnahme von Probiotika kann die Darmflora nachhaltig regeneriert und in ihrer Barrierefunktion gegenüber Erregern unterstützt werden.
  • Colostrum konnte in Studien bei Kindern durch EHEC-ausgelöste Durchfälle reduzieren. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Erkrankung zu weiteren schwerwiegenden Komplikationen führte, konnte gesenkt werden3. Insbesondere die orale Gabe von Colostrum kann den Übertritt der Bakteriengifte vom Darm in den Blutkreislauf vermindern. Die Gefahr eines septischen Schocks wird somit geringer. Darüber hinaus hat sich Colostrum auch in der Therapie entzündlicher Darmerkrankungen bewährt.4

2. Unterstützender Einsatz von Mikro- / Makronährstoffen

  • Vitamin D und Cathelicidin
    Der Körper ist in der Lage, selbst antibiotisch wirksame Proteine zu produzieren. Ein für den Magen-Darm-Trakt wesentliches Schlüsselprotein ist das Cathelicidin. Cathelicidine aktivieren als Signalmoleküle das Immunsystem. Mehrere Studien belegen, dass Cathelicidine als Lockstoffe für weiße Blutkörperchen dienen. Für die Bildung von Cathelicidin ist jedoch ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel notwendig. Daher wird in aktuellen Studien auch auf die Bedeutung einer ausreichenden Versorgung des Organismus mit der natürlichen und aktiven Form des Vitamin D hingewiesen.5, 6
  • Polyphenole
    Vielen Polyphenolen werden antientzündliche Eigenschaften nachgesagt. Natürliche Polyphenole kommen in Pflanzen vor, so z.B. auch das weit verbreitete Quercitin. Da Durchfallerkrankungen meist mit einer Entzündung der Darmschleimhäute einhergehen, können Polyphenole eine sinnvolle Ergänzung sein.
  • Huminsäuren
    Huminsäuren sind Chelatbildner und tragen somit u.a. zur Schwermetallentgiftung bei. Zudem legen sie sich wie ein Schutzfilm über die Darmschleimhaut und regen gleichzeitig die Schleimbildung an. Huminsäuren werden u.a. eingesetzt bei Schadstoffbelastung, Durchfall-erkrankungen und zur gastrointestinalen Nachsorge, zudem bei Nahrungsumstellung, Ernährungsfehlern sowie Mangelerscheinungen sowie bei Diätfehlern, geschwächter körpereigener Abwehr und Schwäche des Immunsystems.7
  • Vitalpilze (Ling Zhi / Shitake)
    Durchfall kann bei fast allen Darmerkrankungen auftreten (siehe auch: Colitis ulcerosa, Darmentzündungen, Morbus Crohn, Reizdarm), doch meistens sind Nahrungsmittelunverträg-lichkeiten, Bakterien oder Viren an einer gehäuften Entleerung des Darms (mehr als 3 x am Tag) schuld. Die wichtigste Maßnahme ist der Ersatz von Wasser und von Mineralstoffen, letztere sind auch in Vitalpilzen reichlich vorhanden. Zudem enthalten die Vitalpilze wertvolle antimikrobielle Wirkstoffe, die Krankheitserreger von der Darmschleimhaut erfolgreich verdrängen, die Immunabwehr im Darm aktivieren und die gestörte Darmflora stärken und wieder aufbauen können.



1) http//www.schiness.de/wissen-aktuell, Juni 2011
2) http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article13400038/Zwischen-Leben-und-Tod-auf-der-EHEC-Intensivstation.html
3) Vilte DA ; Larzábal M ; Cataldi AA ; Mercado EC: Bovine colostrum contains immunoglobulin G antibodies against intimin, EspA, and EspB and inhibits hemolytic activity mediated by the type three secretion system of attaching and effacing Escherichia coli, Clin Vaccine Immunol. 2008; 15(8):1208-13 (ISSN: 1556-679X)
4) Playford, R. J., et al.: Co-administration of the health food supplement, bovine colostrum, reduces the acute non-steroidal anti-inflammatory drug-induced increase in intestinal permeability. Clinical Science (Lond), Vol. 100, Suppl 6, pp. 627-33 (2001)
5) Adrian F Gombart: The Vitamin D–antimicrobial Peptide Pathway and Its Role in Protection against Infection, Medscape, 2009
6) Yuk JM, Shin DM, Lee HM, et al.: Vitamin D3 induces autophagy in human monocytes/macrophages via cathelicidin. In: Cell Host Microbe. 6, Nr. 3, September 2009, S. 231–43. doi:10.1016/j.chom.2009.08.004. PMID 19748465
7) www.activomin.de